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Hallo Window-User,

hier habe ich einige Erfahrungen und Infos zusammengefaßt, die ich in den letzten 18 Monaten mit Linux gemacht habe. Der etwas erfahrene Linux-User wird hier sicherlich nicht die letzten Hot-Spots aus der Linux-Szene finden, aber vielleicht doch den ein oder anderen guten Hinweis.

 

Anregungen/Fragen/weitere Details: tux@bergmann-home.de

 

Erfahrungen zu Distribution Mandrake

Vor zwei Jahren bin ich auf einem Wühltisch an Linux Mandrake 6.5 gekommen (schlappe 25 DM). Das Ding hat auf einem 166er Pentuim 1 mit 64 MB und 1.2 GB furchtbar gut funktioniert mit super Performance. Als Desktop habe ich den KDE 1.x installiert, auch mit ausreichender Performance. Als Office-System habe ich die beiliegende Version 5.1 von Sun´s Staroffice installiert. Lief stabil, fraß aber etwas mehr Performance auf dem 166er.

Als Serverprojekte  habe ich einen HTTP-Daemon installiert, eine DHCP-Daemon und einen Samba-Server zur Integration meines Windows-Rechner (PII mit 500 MHz und 128 MB). Die größten Probleme und Herausforderungen hatte ich auf der Windows-Seite in meinem lokalen Netz (war ja zu erwarten...).

Irgendwann bin ich dann auf die Idee gekommen, mir die Version 7 von Mandrake herunterzuladen laden. Nach testweiser Installation habe ich die 6.5 - Version wieder aktiviert, da die 7.0 mit KDE 2.0 mit einer nicht akzeptablen Performance lief, was ich dann auch der Fachpresse entnehmen konnte. Urschae ist wohl der Menü-Manager, der die Menüs für alle Desktop-System (KDE, Gnome, etc.) verwaltet, besser zu Tode verwaltet.

Die Version 8.0 habe ich dann ein halbes Jahr später aus dem Netz gezogen und auf CD gebrannt. Hier wurde das Performance-Probleme etwas entschärft - aber mein 166er war immer noch zu klein. Also habe ich auf dem 500er PII Linux parallel zu Windows 98-2 installiert. Hat wunderbar geklappt, bis auf ein paar selbst verschuldete Pannen...

Nachteil bei der 8.0-Version: die ISA-Geräte konnten unter Linux nicht mehr installiert werden (Netzwerkkarte und Soundkarte). Ein Downporten der isapnp-Module war mir etwas zu nervig, bzw. erschien mir mit meinem gefährlichen Halbwissen als nicht erfolgsträchtig. Auch die Admintools wurden von Liunuxconf auf Mandrake-Tools umgestellt - Alles schön bunt aber nicht immer funktionsfähig. Beispiel: Einrichtung eines Netzwerkdruckers gelingt nur mit Überlistung der fehlerhaften Cursorsteuerung des “grafischen Tools”, oder wie schon immer auf der Shell (wer es mag...).

Ansonsten kann ich Mandrake 8.0 empfehlen. Saubere Distribution für `aktuelle´ Rechner. Auch die Papier-Doku reicht vollkommen aus für den normalen PC-Benutzer. Alles andere findet sich in den HOWTOs, im Netz oder anderen doc-Instrumenten (man, info)

 

 

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SusE 7.3 Personal

Neulich beim Shoppen in der Mayerschen Buchhandlung habe ich dann ein Set SuSE Linux 7.3 Personal aus dem Regal befreit und stolz mit nach Hause genommen. Ich hoffte alle HW-Probleme, die ich mit Mandrake 8.0 hatte, damit lösen zu können.

Die Installation lief hervorragend (bis auf meine selbstverschuldeten Pannen im Expertenmodus... ). Die gesamte Hardware wurde im ersten Ansatz erkannt (Soundkarte TerraTec 128PCI, irgendeine Netzwerkkarte, alle CD und CD-R - Devices). Auch der  Netzwerkdrucker druckte auf Anhieb. Da ich nur eine Personal Edition gekauft hatte, fehlten mir einige Server (z.B. DHCP), war aber nicht schlimm, da ich die zum normalen Arbeiten nicht brauchte. Die Windows-Partition konnte sauber eingebunden werden, so dass auch kein Samba-Server notwendig war (gefiel mir sowieso nicht das Teil).

Als Krönung habe ich mir dann endlich eine ISDN-Karte gegönnt, da meine TK-Anlage (Eumex 404) mit eingebautem ISDN-Modem  immer mehr schwächelte und unter Linux eh nicht unterstützt wurde. Alles weitere im nächsten Abschnitt.

 

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ISDN mit AVM Fritz PCI Version 2.0

Nach Einbau der Karte und problemloser Installation unter Windows (parallele Partition auf dem Rechner) habe ich dann unter Linux gebootet . Es wurde eine unbekannte Karte erkannt. Nach Recherche auf der Supportseite von SuSE und AVM konnte ich dann auch direkt einen Treiber, oder besser gesagt eine komplett neue “ISDN-Archtiektur” unter CAPI von der AVM-Seite (www.avm.de) herunterladen.

Die Doku war soweit OK, das Kompilieren etc. verlief mit den entsprechenden Eingriffen (Pfad $KDE mußte manuell auf /opt/kde2 gesetzt werden) problemlos. Die Konfiguration jedoch war eine Katastrophe. Da ich die Geheimnisse des ppp-Daemons (noch) nicht kannte und keine entsprechenden Admintools auf KDE oder in Yast 1 + 2 zur Verfügung standen hab ich mir die Finger gebrochen, ohne zu wissen wo der Fehler lag. Nach erfolglosen Versuchen habe ich au der Homepage von Julian Pawlowski  http://capi4linux.thepenguin.de/ eine optimierte Version des CAPI-Treibers für SuSe-Versionen gefunden und installiert.

Auch hier verlief die Installation fehlerfrei, aber die Karte war nicht zur Kontaktaufnahme mit meinem T-Online-Zugang zu bewegen, die gleichen Symptome wie mit den originale AVM-Modul. Wie zuvor erhielt ich immer die Fehlermeldung, dass der Zugang nicht erlaubt wurde, da der User nicht bekannt sei. Als User wurde immer mein Rechnername (`gates´) übermittelt, nicht die von mir mit viel Liebe in die Konfigurationsdatei /etc/ppp/peers/isdn/t-online eingebene Userkennung für T-Online (2 x 12 Ziffern plus 4 Stellen für den Mitbenutzersuffix).

Ursache für diesen Fehler war das in der Dokumentation gelistet Beispielscript.


#/etc/ppp/peers/isdn/tonline
#
debug
sync
noauth
plugin /etc/ppp/plugins/userpass.so
username AAAAAAAAAATTTTTTTTTT\#MMMM
password PASSWORT
defaultroute
plugin /etc/ppp/plugins/capiplugin.so
number 0191011
protocol hdlc
ipcp-accept-local
ipcp-accept-remote
/dev/null

Nachdem ich das Skript mit anderen Beispielskripten (aol, accor etc.) verglichen habe, viel mir auf, dass dort nicht username sondern nur name stand. Nach Änderung auf name klappte es einwandfrei.... (bestimmt ein `Seiteneffekt´ oder eine `alias-Funktion´)

Das Ganze hab ich dann noch in die /etc/inittab gemäß untenstehendem Auszug eingebaut.


#
# T-Online-Zugang on demand
isp:35:respawn:/usr/sbin/pppd call isdn/t-online demand connect "" idle 20
#
 

(Achtung: der Eintrag steht in einer Zeile!)

Zu Beachten ist, dass die Kennung “isp” der Eintragszeile in der inittab nur einmal vorkommen darf. Ein andere Name kann vergeben werden, jedoch nur max. 3 stellig (siehe auch man inittab).

Mit diesem Aufruf ist eine vollkommene transparente Anbindung an des Netz der Netze realisiert. Sobald eine Applikation versucht auf das Internet zuzugreifen, wird der Zugang geschaltet (in akzeptabler Latenzzeit, kleiner 800 ms). Sobald kein Verkehr über diese Verbindung geht, wird nach 20 Sekunden die Verbindung automatisch gekappt (einstellbar über den Parameter idle ). Der erneute Aufbau geschieht dann auf Anforderung (einer Applikation) wie oben automatisch. Nachteil: sobald irgendeine Komponente einer Applikation meint eine Info aus dem Internet zu laden, geschieht dies automatisch, sofern der Ladevorgang in der Applikation nicht abgefangen wird (was ja meistens so ist). Da wir uns aber unter mündigen Internet-Usern befinden, sollte das eigentlich kein Problem sein.

Generell ist diese Funktionalität mit der Windows-Tool FritzWeb von AVM weitestgehend vergleichbar.

Weitere Funktionalitäten sind realisierbar. Details unter man-pages von  capiinfo, capictrl.

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Hardwarekompatibilität Linux vs. Windows

Merke: Windows läuft auch mit Harwarekomponenten ohne richtige Treiber mehr oder weniger - meistes stürzt es dann irgendwo ab und keiner kann sagen woran es dieses mal gelegen hat (“Allgemeine Schuztverletzung im Modul ...”). Die Probleme kennt jeder erfahrene Windows-User.

Bei Linux ist peinlichst zu erforschen, ob und mit welchem Treiber unter welcher Distribution-Version eine HW-Komponente unterstützt wird. Infos gibt es beim Distributor auf der Homepage - meistens mit Suchfunktionen. Wird die HW-Komponente unterstützt rennt Linux ohne Probleme!

 

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Autor / letzte Aktualisierung:Andreas Bergmann / 24.09.03